Klimmzüge mit Zusatzgewicht


Klimmzüge gelten zwar zu Recht als sehr anstrengende Kraftübung, beanspruchen aber eine Vielzahl von Oberkörpermuskeln an Rücken, Brust, Ober- und Unterarmen, die sich mit kaum mit einer anderen Übung so effektiv und gezielt stärken lassen. Und wer einmal die Starthürden überwunden hat, kann bald auch deutliche Leistungssteigerungen erkennen, die genügend Motivation zum Durchhalten vermitteln.

Die günstigsten Hilfsmittel: Rucksack und Hanteln


Während Anfänger sich erst mit der einfacheren Variante am Latzug oder mit Chin ups, bei denen die Handflächen zum Gesicht zeigen, eingewöhnen sollten, erreichen Fortgeschrittene selbst bei den anstrengenden und sehr wirksamen Pull ups eines Tages den Punkt, an dem weitere Steigerungen sich nur mit langweiligen Wiederholungen erzielen lassen. Dann gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, mit zusätzlichen Gewichten das Training weiter zu intensivieren. Die einfachste, aber auch unbequemste Lösung ist es, sich eine Hantel, Wasserflasche oder einen ähnlichen Gegenstand zwischen die gekreuzten Unterschenkel oder Knie zu klemmen.
Wer kein Geld ausgeben möchte, kann sich dennoch für eine etwas komfortablere Alternative entscheiden und sich einen Rucksack auf den Rücken schnallen. Dabei ist eine flexible Anpassung an das eigene Leistungsniveau möglich, denn der Rucksack kann nach Belieben mit allem befüllt werden, was sich findet, so dass das individuell gewünschte Gewicht zustande kommt.

Gewichtswesten: optimale Gewichtsverteilung bis 15 Kilogramm


Eine bessere Gewichtsverteilung und damit ein rückenschonenderes Training bieten allerdings die speziell entwickelten Gewichtswesten, die in Preiskategorien von etwa 20 Euro aufwärts erhältlich sind. Die zumeist aus leichtem strapazierfähigem Nylonmaterial hergestellten Westen lassen sich ebenfalls mit Sandsäckchen oder anderen Gewichten individuell weiter erschweren und mit Klettverschlüssen in die angestrebte Passform bringen. Manch einer empfindet jedoch die Weste als einschränkend beim Atmen, weiterhin kann es auch Menschen geben, denen keine Weste richtig passt. Die Westen sind grundsätzlich für eine Belastung von höchstens 15 kg konzipiert und sind auch bis zu dieser Grenze komfortabel tragbar und empfehlenswert.

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Professionelle Ausrüstung für schwere Gewichte: der Dipgürtel


Eine Möglichkeit, noch größere Zusatzgewichte zu verwenden, bieten Dipgürtel aus Kunststoff oder Leder. Bei den günstigeren Modellen verbindet ein Riemen an einer Metallöse den Gürtel mit angehängten Gewichten, die stabileren Ledergürtel verfügen über eine an Karabinerhaken befestigte Metallkette, an der eine oder mehrere Hantelscheiben befestigt werden. An einer möglichst langen Kette sollten die Gewichte relativ weit unten zwischen den Beinen hängen, so dass sie den Bewegungsablauf praktisch nicht beeinträchtigen. Sofern Kette und Verschlüsse widerstandfähig genug sind, lassen sich daran nahezu unbegrenzt hohe Gewichte befestigen, es kommt für die Bequemlichkeit bei hoher Belastung jedoch entscheidend auf eine gute Polsterung des Rückenteils an.
Ebenso wie eine Weste sich auch zur Intensivierung anderer Übungen eignet, lässt auch ein Dipgürtel weitere Trainingvarianten zu, so bietet er sich zum Beispiel zur Fixierung von Elastikbändern statt Gewichten an, die mit einer Befestigung am Boden ebenfalls zur Erschwerung der Pull ups eingesetzt werden können. Je nach Gewichtsbedarf und Trainingsvorlieben sollte hier jeder mit Bedacht das passende Hilfsmittel aussuchen.

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